2014 – mein Jahr in neun Kategorien

Schwupps, es ist wieder soweit, ein Jahr geht zu Ende. Klar ist das einfach nur ein Datum, aber irgendwie mag ich es ab und an eine Zäsur zu machen, und da ist so ein Jahreswechsel doch eine prima Gelegenheit.

Da wir uns hier auf meinem kleinen, recht privaten Blog befinden, möchte ich auf das vergangene Jahr in Anlehnung an meine Kategorien und Beiträge zurückblicken. Nein, es war nicht gerade eines der besten Jahre, auch wenn es vielversprechend begonnen hatte. Dennoch sind mir beim Stöbern durch die Fotos viele Highlights in die Hände gefallen. Tatsächlich war ich erstaunt, was und wieviel ich dann doch unternommen habe, welche schönen Momente mir wieder in Erinnerung kamen. So ein Fotoarchiv hat seinen ganz eigenen Reiz. Entsprechend wird jetzt auch nicht weiter geplaudert, ich lasse Fotos sprechen.

  • Bergwandern

Bei weitem ist nicht die Menge an Touren zusammengekommen, die ich mir gewünscht hätte, kein großer Gipfel, keine Mehrtagestour, aber ich habe jede einzelne Wanderung genossen und schätze mich glücklich die Berge in der Nähe zu haben.

Blick vom Tegelberghaus Anfang März
Blick vom Tegelberghaus Anfang März
Meine Geburtstagstour von Pfronten nach Füssen Mitte März
Meine Geburtstagstour von Pfronten nach Füssen Mitte März
Auf der Schöttelkarspitze Anfang August
Auf der Schöttelkarspitze Anfang August
Bei Oberstdorf - Trettachtal
Bei Oberstdorf – Trettachtal
Rast beim Abstieg vom Immenstädter Horn
Rast beim Abstieg vom Immenstädter Horn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schloss Neuschwanstein auf dem Heimweg von der letzten Tour im November ins Berwanger Tal
Schloss Neuschwanstein auf dem Heimweg von der letzten Tour im November ins Berwanger Tal

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Bloggen

…hat mir das ganze Jahr über nicht nur viel Spaß gemacht, es hat mir auch den ein oder anderen Event beschert, mich viele nette, spannende Menschen kennenlernen lassen und bereichert mich ständig aufs Neue. Vielen Dank allen da draußen dafür! Stellvertretend für die vielen schönen Kontakte stehen hier meine Münchner IronBlogger-Kollegen, mit denen das monatliche ‚Bier‘-trinken immer besonders anregend ist 🙂

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  • Events

Wow, das waren richtig viele. Auch wenn ich es wieder nicht geschafft habe an allen stARTcamps teilzunehmen, jedes einzelne war ein echtes Highlight. Münster, München und Wien sind es geworden, die ersten Termine für nächstes Jahr sind vorgemerkt. …und dann gab es noch…Netzwerktreffen, Netwalking, Social Media Club München, Meet&Eat, InsideAR, Photokina, Buchmesse und und und

Meet&Geek Frank Tentler
Meet&Geek Frank Tentler

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Meet & Eat
Meet & Eat
'Taste' beim Social Media Club München
‚Taste‘ beim Social Media Club München
Til Brönner auf der Photokina
Til Brönner auf der Photokina
  • Familie

Ja, die stand dieses Jahr recht viel auf dem Programm und das bedeutete einige Ausflüge nach Trier. Ich habe mich in den letzten Jahren der Stadt wieder genähert, es gefällt mir mich dort irgendwie zuhause zu fühlen und genieße es, in meinen Dialekt zurückzufallen. Es ist aber auch wirklich schön dort!

  • Fußball

Ich gehe gerne ins Stadion. Ich genieße die Atmosphäre, die Ungezwungenheit mit meinen mir unbekannten Sitznachbarn über ein Tor zu jubeln, eine gute Szene zu kommentieren oder über eine (vermeindlich) ungerechte Schiedsrichterentscheidung zu schimpfen. Ich gehe inzwischen alleine hin, das ist so ganz meines. Die Jungs vom FC Augsburg sind aber auch echt toll! Und die Fans sowieso 😉

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  • Kunst und Kultur

Das Kunstjahr hatte am 3. Januar begonnen mit einem verrückten Tagesausflug nach Düsseldorf zur grandiosen Calder-Ausstellung. Auch Augsburg hatte einiges zu bieten, München sowieso und dass es zwei Ausflüge nach Münster geben würde, hatte ich so auch nicht auf dem Plan.

Das TIM (Textilmuseum) in Augsburg
Das TIM (Textilmuseum) in Augsburg
LWL Museum für Kunst und Kultur Münster
LWL Museum für Kunst und Kultur Münster
Augmented Reality mit Metaio und der Google Glass im Nationalmuseum München
Augmented Reality mit Metaio und der Google Glass im Nationalmuseum München
David Shrigley in München
David Shrigley in München
Eine faszinierende Kartenausstellung in Augsburg
Eine faszinierende Kartenausstellung in Augsburg
Der Pommer'sche Kunstschrank - eine echtes Kleinod - in Augsburg
Der Pommer’sche Kunstschrank – eine echtes Kleinod – in Augsburg
Tomás Saraceno Kunstsammlung NRW Düsseldorf

  • Lesen

Gerne, viel, nahezu alle Genre, immer noch, ist doch klar. Und es gibt keine Aversionen gegen das elektronische Buch, ich bin Hybrid-Leserin, auf Reisen den Reader, zu Hause das gedruckte Buch. Lesen gehört zum Leben.

Literatur  (7)

  • Reisen

Ein ganzes Jahr ohne eine größere Reise ist hart. Mit ein paar Hindernissen hab ich es im Mai geschafft für drei Wochen zum Überraschungsbesuch in mein ‚Home away from Home‘ in die USA zu fliegen. Ein Geschenk.

Chicago
Chicago
Friends will be friends
Friends will be friends
  • Weitwandern

Eine echte Entdeckung für mich,  jede gelaufene Etappe, jedes Wanderwochenende gemeinsam mit Barbara ist eine Bereicherung auf vielen Ebenen. 2014 hatten wir uns den Panoramaweg Altmühltal vorgenommen.

Vieles mehr gäbe es zu erzählen, vieles kann hier im Blog nachgelesen werden, vieles will nicht erzählt werden und einiges wird folgen. Ich werde mich wie immer überraschen lassen, was das nächste Jahr bereit hält!

 

Taste and Networking – das Dezemberevent des #smcmuc

Am ersten Dezember, als erstes Türchen sozusagen, lud der Social Media Club München zu einem besonderen Event. Das klingt jetzt als ob die anderen Veranstaltungen nicht besonders wären – jede ist es auf ihre Weise! – aber ein Treffen, das nicht nur geistige Kost, sondern auch was für den Magen bereit hält, fällt aus dem bisherigen Rahmen. SMCMUC 1.12 (6)Zudem können wir wohl alle etwas mit Essen und Trinken anfangen, und so war die fantastische Location des Impact Hub mit ca. achtzig Besuchern gut gefüllt.

Drei kleine Unternehmen haben nicht nur sich und ihre Idee vorgestellt, sondern uns auch kulinarisch versorgt.

Stephanie von www.tvino.de hat uns ihre Leidenschaft für Weine nähergebracht und darüber erzählt mit wieviel Engagement sie über SMCMUC 1.12 (18)ihren Online-Shop hinaus inzwischen auch erfolgreich ‚offline‘ Weine verkauft. Für uns hat sie ein kleines feines Sortiment an Weinen mitgebracht.

Die Idee der Foodtrucks ist in den USA bereits ziemlich bekannt und genutzt (ich kenne das von dort schon ein paar Jahre), bei uns wird diesen SMCMUC 1.12 (8) SMCMUC 1.12 (13)kulinarischen ‚Reisemobilen‘ der Start durch recht viel Bürokratie, allem voran Konzessionen und Einräumung von Standplätzen ziemlich schwer gemacht. Zwei, die es geschafft haben in München loszu…fahren waren mit ihren Trucks vor Ort und haben uns ordentlich was zu essen und trinken mitgebracht :-). Als da wären Mario und Markus von www.kingofsandwich.de mit ihrem Super-Truck, die tolle Sandwichs/Burger servieren, die sie mit frischen Zutaten herstellen. Ich hatte die vegetarische Variante mit einem Riesen-Portobello Mushroom, der echt lecker war. SMCMUC 1.12 (17)Auch die selbstgemachten Limonaden waren nicht zu verachten.

Isabella hat ein völlig anderes und in der heutigen Zeit ziemlich SMCMUC 1.12 (14) passendes Konzept. Sie bereitet in ihrem kleinen Truck Speisen zu, die Rücksicht nehmen auf Lebensmittelintoleranzen jeglicher Art. Deshalb trägt ihr Truck auch den Namen ‚Die Intolerante Isi‘. Genaueres zu  Standorten, Programm, Essen findet man – wie bei den anderen Vortragenden auch – auf ihrer Website www.die-intolerante-isi.de.

Nach ausgiebiger Schlemmer- und Netzwerkpause hat uns Sabine schließlich noch das Konzept des Restaurant Day SMCMUC 1.12 (19)vorgestellt. Ein von Finnland aus zentral organisiertes, inzwischen internationales Event, an dem Menschen, die Lust daran haben andere zu bekochen, ein Restaurant für einen Tag eröffnen. Die Münchner Truppe hat bereits zweimal einen Restaurant Day veranstaltet und war trotz einiger Bedenken im Vorfeld so erfolgreich, dass sie in 2015 auf jeden Fall weiter machen wollen. Die Termine viermal im Jahr werden aus Finnland fest vorgegeben, der nächste ist am 15. Februar 2015! Eintragen!

Im Anschluss an die Vorträge hatten wir nochmal Gelegenheit an der Bar den ein oder anderen Wein in netter Gesellschaft zu testen.

Es war mal wieder ein toller Abend mit dem Social Media Club München, mit interessanten Vorträgen und allem voran in netter Gesellschaft von Menschen, die man inzwischen kennt und sich freut sie wiederzusehen, Menschen, mit denen man bisher nur online korrespondiert hat und es endlich eine offline-Gelegenheit gab und natürlich Menschen, die man bisher noch gar nicht kannte. Die Kombination aus allem macht Freude!

Einen ganz herzlichen Dank also an alle, die daran teilhatten!

SMCMUC 1.12 (5) SMCMUC 1.12 (4)

Borrmann ‚Die andere Hälfte der Hoffnung‘ und ‚Postcards from Pripyat‘ by Danny Cooke

Vor ein paar Wochen habe ich eine Handvoll Hörbücher geschenkt bekommen. Darunter auch ‚Die andere Hälfte der Hoffnung‘ von Mechtild Borrmann. Ein ziemlich beeindruckendes Buch. Ich kann nicht beurteilen, ob es bei mir als Buch einen ebenso tiefen Eindruck hinterlassen hätte, wie als Hörbuch, denn vermutlich hätte ich es nie gelesen. Und vermutlich hätte ich auch ‚vergessen‘ darüber zu schreiben, wenn mir nicht in einem Facebook-Posting dieses bewegende Video von Danny Cooke über den Weg gelaufen wäre, das mir einen kleinen Eindruck von der ‚Verbotenen Zone‘, wie die Stadt Pripyat heute bezeichnet wird, verschafft hat.

Postcards from Pripyat, Chernobyl from Danny Cooke on Vimeo.

Earlier this year I had the opportunity to visit Chernobyl whilst working for CBS News on a '60 Minutes' episode which aired on Nov. 23, 2014. Bob Simon is the correspondent. Michael Gavshon and David Levine, producers. For the full story http://www.cbsnews.com/news/chernobyl-the-catastrophe-that-never-ended/ ----> ***Soundtrack 'Promise land' by Hannah Miller - licensed on themusicbed.com Chernobyl is one of the most interesting and dangerous places I've been. ... www.dannycooke.co.uk Follow me on twitter @dannycooke Shot using DJI Phantom 2 (GoPro3+) and Canon 7D

Mechtild Borrmann verknüpft in ihrem – warum im Genre Krimi eingeordnet, darüber könnte man diskutieren – Roman die Lebenslinien mehrerer Personen. Da ist unter anderem Walentyna, die zurückgekehrt ist in das ‚tote‘ Pripyat und ihre tragische Geschichte in Briefform erzählt, der Ukrainer Leonid, der sich in Deutschland auf die Suche nach verschwundenen Mädchen macht, Krystyna, die in der Nähe der holländischen Grenze vom verschrobenen Martin Lessmann auf seinem Hof versteckt wird. Zwischenzeitlich habe ich gedacht, dass die Autorin zu viel will, zu viele Handlungsstränge, Schicksale versucht darzustellen. Aber sie kriegt die Kurve hin, wir nehmen es ihr ab und wenn am Ende die Fäden entwirrt sind, macht sich ein kleines bisschen Erleichterung breit, auch wenn die Grundstimmung eine sehr traurige ist.

Mich am meisten bewegt hat die Lebensgeschichte von Walentyna, hier bringt uns die Autorin ganz nah ans Geschehen, an die Katastrophe von Chernobyl, erschreckend, schaudern machend realistisch in der  Gutgläubigkeit, Naivität, fatalen aber nachvollziehbaren Vertrauensseligkeit der Menschen, die dort lebten.

Interessanterweise – so ist das, wenn man einmal anfängt sich mit einem Thema zu beschäftigen – bin ich vor kurzem über einen Artikel im Telegraph gestolpert („The women living in Chernobyl’s toxic wasteland“), der beschreibt, dass und warum viele der älteren Menschen, die einst in Pripyat lebten, wieder zurück kommen, um an dem Ort, der für sie Heimat bedeutet, ihren Lebensabend zu verbringen.

Ich will jetzt hier gar nicht tiefer in die Materie eindringen, jeder, den es interessiert, kann sich im Netz genug Material zusammentragen, ich wollte allem voran den wirklich ergreifenden Roman (das Hörbuch) von Mechtild Borrmann empfehlen und mit dem Titel des oben erwähnten CBSNews-Beitrags enden: „Chernobyl: The catastrophe that never ended“.

Mechtild Borrmann ‚Die andere Hälfte der Hoffung‘, Audio Media Verlag, ISBN 978-3-86804-849-0

 

…über wandern, reisen, lesen, schauen, reden…